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  Karlsruher Sportclub
 



Der Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e. V., meist kurz als Karlsruher SC oder KSC bezeichnet, ist mit ca. 4.600 Mitgliedern einer der größten Sportvereine der Stadt Karlsruhe.

In dem 1952 durch Fusion des Karlsruher Sport Mühlburg - Phönix e.V. mit dem VFB Mühlburg entstandenen Verein dominiert die Fußballabteilung: Neben der  Männermannschaft, die zuletzt in der Saison 2008/09 der 
1.Bundesliga angehörte, spielen auch die Frauenmannschaft (Regionalliga Süd) die Nachwuchsmannschaft (KSC II,Regionalloiga Süd)  und die Jugendmannschaften durchweg höherklassig.

Des Weiteren betreibt der KSC eine Leichtathletikabteilung (gegründet 1922) und eine Boxabteilung (gegründet 1959), die aber im Vergleich zum Fußball einen geringeren Stellenwert im Verein besitzen. Zwar brachten beide Abteilungen in früheren Jahrzehnten einige erfolgreiche Sportler hervor, doch mit Ausnahme des in den 1990er Jahren für den KSC kämpfenden Boxers Sven Ottke und der Leichtathletin Heike Drechsler die Anfang der 2000er zwei Jahre lang für den Verein an den Start ging, hatten die Leistungen und Erfolge in den letzten Dekaden nur noch eine regionale Bedeutung.

Fusion zum Karlsruher SC

„Stammbaum“ des Karlsruher SC

Nach dem sportlichen Abstieg ins Amateurlager plagten den KFC Phönix Anfang der 1950er Jahre finanzielle Probleme, man sah sich außerstande, einen Verein mit mehreren Abteilungen zu unterhalten. Die Anlagen im „Wildpark“ waren zudem nach fast 30 Jahren ihres Bestehens überholungsbedürftig. Als mögliche Lösung wurde eine Fusion mit dem VfB Mühlburg in Betracht gezogen, so dass die Vereinsführung mit diesem Vorschlag sowohl an den Verein als auch an die Stadt Karlsruhe herantrat.

Auch der VfB Mühlburg war trotz sportlicher Erfolge und regem Zuschauerzuspruch finanziell nicht auf Rosen gebettet: Durch die Währungsreform und die 1948/49 eingeführten Vertragsspielerstatuten war das Vereinsvermögen auf 1176 Mark geschmolzen, so dass  der Verein in den darauffolgenden Jahren zu äußerster Sparsamkeit gezwungen war.
Weil die Kapazitäten des Stadions an der Honsellstraße an ihren Grenzen angelangt waren, dachte man bereits zur Spielzeit 1951/52 über einen Neubau an anderer Stelle nach.
Somit stießen die Fusionsvorschläge in der Vereinsführung der Mühlburger um Heinz von der Heydt  auf offene Ohren, in den Reihen der Mitglieder hingegen wurden auch Stimmen laut, die aufgrund der Tradition und der sportlichen Erfolge ein Zusammengehen mit dem KFC Phönix und einen „Umzug“ in den Hardtwald zunächst ablehnten.
Auf getrennten Generalversammlungen am 25. September 1952 entschieden die Mitglieder beider Vereine über eine Fusion. Während bei Phönix die Zustimmung auf Anhieb erfolgte, fehlten bei der Abstimmung der 772 anwesenden VfB-Mitglieder 33 Stimmen zur notwendigen 2/3-Mehrheit. Drei Wochen später, in denen man die Skeptiker von den wirtschaftlichen und sportlichen Vorteilen einer Fusion zu überzeugen versuchte, wurde ein weiterer Anlauf genommen, der mit 923 von 927 Stimmen eine fast einstimmige Mehrheit ergab.

Somit war die Fusion am 16. Oktober 1952 beschlossen und der Verein erhielt seinen heutigen Namen Karlsruher SC von 1894 Mühlburg-Phönix e.V. Heinz von der Heydt wurde erster Präsident des neuen Vereins, der vormalige Phönix-Vorstand Robert Suhr bekleidete das Amt des Vizepräsidenten. Sportlich konnte man den Platz des VfB Mühlburg in der Oberliga Süd einnehmen und die bereits sieben Spieltage alte Saison unter dem Namen KSC Phönix-Mühlburg weiterführen, ab der Spielzeit 1953/54 wurde dann die Bezeichnung Karlsruher SC gebräuchlich.

Im Wildpark wurde umgehend mit dem Neubau des Stadions begonnen, der aber fast drei Jahre in Anspruch nahm, so dass der KSC seine Heimspiele in den ersten drei Jahren in der Mühlburger Honsellstraße austrug.


Sportliche Entwicklung seit 1952

 

Erste Erfolge des Karlsruher SC (1952–1963)

In den ersten Jahren nach der Fusion avancierte der Karlsruher SC zu einem der stärksten Vereine der  Oberliga Süd, bereits die erste  Saison schloss der neue Verein mit dem vierten Platz ab. 

Mit Adolf Patek  konnte zur Spielzeit 1953/54 ein erfahrener Trainer verpflichtet werden, der die Mannschaft 1955 bis ins Finale des DFB-Pokals führte.

Die Karlsruher gewannen gegen den FC Schalke 04 mit 3:2 und sicherten sich damit den Pokal.

In der darauf folgenden Saison 1955/56 wurde der KSC erstmals Meister der Oberliga Süd und qualifizierte sich damit für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.

Nach dem Gruppensieg in der Endrundengruppe mit dem FC Schalke 04, 1.FC Kaiserslautern und Hannover 96 standen die Karlsruher zum zweiten Mal nach 1909 im Finale.

Dieses verloren sie jedoch im Berliner Olympiastadion gegen Borussia Dortmund mit 2:4.

Im selben Jahr verteidigten die Badener den DFB-Pokal nach einem 3:1 im Endspiel gegen den Hamburger SV, das m heimischen, gerade ein Jahr zuvor fertiggestellten Wildparkstadion ausgetragen wurde.

War der Karlsruher SC durch die Fusion bereits zum größten Sportverein Badens angewachsen, lösten die Erfolge einen weiteren Anstieg der Mitglieder- und Zuschauerzahlen aus, so dass der KSC mit zwischenzeitlich 6028 Beitragszahlern die größte Mitgliedszahl in Deutschland aufwies – ein Umstand, der nicht zuletzt der Maßnahme zu verdanken war, dass Mitgliedern freier Eintritt zu den Spielen gewährt wurde, eine Regelung, die noch im ersten Bundesligajahr Bestand hatte. In der ersten Saison im neuen Wildparkstadion kamen rund 20.000 Besucher pro Heimspiel, ein für damalige Verhältnisse hoher Zuschauerschnitt.

Patek verließ im Sommer 1956 den KSC, bereits beim Pokalfinale saß sein Nachfolger auf der Bank.

Unter Ludwig Lana (1956–59) und Eduard Frühwirth (1959–62) wurde der KSC 1958 und 1960 noch zweimal Südmeister und verpasste das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft als Gruppenzweiter beide Male nur knapp.

1960 stand man zudem erneut im Pokalfinale, unterlag aber in Düsseldorf überraschend gegen den Außenseiter Borussia Mönchengladbach mit 2:3.

Mit Gerhard Siedl, Horst Szymaniak und Günther Hermann stellte der Karlsruher SC Ende der 1950er bzw. Anfang der 1960er Jahre erstmals Spieler für die Nationalmannschaft ab.



Absturz in die Regionalliga, drohende Insolvenz und Wiederaufstieg (seit 1998)



Das angestrebte Ziel, postwendend wieder in die Bundesliga zurückzukehren, geriet durch einen Fehlstart mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Begegnungen gleich zu Beginn der Zweitligasaison 1998/99 in Gefahr. 

Nachdem die Vereinsführung sich gezwungen sah,Trainer Jörg Berger  zu entlassen, schien der KSC unter Nachfolger Rainer Ulrich wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren, der angestrebte Wiederaufstieg wurde am Saisonende jedoch knapp verpasst.

Mit der darauffolgenden Saison  1999/2000 begannen turbulente Jahre für den Verein.

Geld, das man zuvor mit vollen Händen ausgegeben hatte, war nun nicht mehr vorhanden; der  Versuch, mit einem kleineren Budget einen leistungsfähigen Spielerkader zusammenzustellen, misslang völlig: Der KSC belegte am Ende der Spielzeit abgeschlagen den letzten abellenplatz und stieg in die Regionalliga ab.

Den Gang in die Drittklassigkeit, den der Verein erstmals in seiner Geschichte antreten musste, konnte auch der nach dem ersten Saisondrittel verpflichtete Trainer Joachim Löw  nicht verhindern.

Der Aufenthalt in der Regionalliga blieb jedoch nur eine kurze Episode in der Vereinschronik, nach einem kompletten Neuaufbau der Mannschaft gelang unter Trainer Stefan Kuntz die sofortige Rückkehr in die Zweite Bundesliga.

Viel bedrohlicher als die sportliche Talfahrt der ersten Fußballmannschaft sollte sich für den Verein seine finanzielle Situation erweisen. Obwohl der KSC in den 1990er Jahren durch Transfers von Stars wie Mehmet Scholl (ca. 6,5 Millionen DM) und Oliver Kahn (mit 5 Millionen DM der damals teuerste Torwart der Bundesliga-Geschichte) große Summen einnahm, stand durch Missmanagement der finanzielle Kollaps kurz bevor. Fehlende Weitsicht und eine unglückliche Hand bei Spielereinkäufen für die Fußballmannschaft, kostspielige Investitionen (Neubau der Haupttribüne für 45 Millionen DM) und Imagekampagnen wie z. B. das von aufwändigen Werbemaßnahmen begleitete Zukunftskonzept „KSC 2000“ oder die 1,5 Millionen Mark teure Verpflichtung von Heike Drechsler für die Leichtathletikabteilung hatten den Karlsruher SC an den Rand des Ruins gebracht. Dies bedeutete im Jahr 2000 auch das Ende der Ära Roland Schmieder, der, ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, nach 26 Jahren im Amt des Vereinspräsidenten zum 30. Juni 2000 zurücktrat. Die drohende Insolvenz des Vereins onnte 2002 erst durch den Übergangspräsidenten und ehemaligen Oberbürgermeister von Karlsruhe, Gerhard Seiler, abgewendet werden, der den Club durch seine guten Verbindungen zur regionalen Politik und Wirtschaft in seiner nur neunmonatigen Amtszeit vor der Auflösung rettete. Nachfolger von Seiler wurde der bis heute amtierende Präsident Hubert H.Raase.

Sportlich gesehen hatte der Verein nach der Rückkehr in die zweite Liga zunächst Mühe, die Klasse zu halten. In der Saison 2003/2004 drohte dem Karlsruher SC lange Zeit der erneute Abstieg in die Regionalliga, der erst durch einen Sieg am letzten Spieltag verhindert werden konnte. In der darauf folgenden Spielrunde lag der KSC zur Winterpause auf Tabellenplatz 17. Die Vereinsführung sah sich dazu gezwungen, Trainer Lorenz - Günther Köstner zu beurlauben und sich nach einem Nachfolger umzuschauen. Nach der siebentägigen Episode um die Verpflichtung und Wiederentlassung von Reinhold Fanz übernahm mit Edmund Becker der bisherige Betreuer der zweiten Mannschaft das Traineramt bei den Profis. Erst durch einen furiosen Schlussspurt mit vier Siegen in den letzten vier Saisonspielen konnte sich die Mannschaft letztendlich den Klassenerhalt sichern. Die mit Beckers Amtsübernahme begonnene positive sportliche Entwicklung der Mannschaft (Platz 6 der Rückrundentabelle) setzte ich in der Folgezeit weiter fort, und so spielte der Club in der Saison 2005/2006 erstmals seit Jahren wieder um den Aufstieg in die Bundesliga mit: Der KSC schloss die Spielzeit mit dem 6. Tabellenrang ab.

In der Saison 2006/2007 sicherte sich der Verein bereits drei Runden vor Saisonende die Meisterschaft in der 2. Bundesliga und stieg nach neunjähriger Unterbrechung wieder in die oberste Spielklasse auf. Der KSC war in dieser Spielzeit der erste Verein seit Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga, der vom ersten bis zum letzten Spieltag auf einem Aufstiegsplatz stand. Dieser sportliche Erfolg gelang trotz der geringen finanziellen Mittel, die seit der abgewendeten Insolvenz durch den von der Vereinsführung verfolgten Sparkurs zur Verfügung standen. Trainer Becker und Manager Dohmen gelang es mit diesen Mitteln eine junge Mannschaft wachsen zu lassen, die sowohl durch eigene Nachwuchskräfte als auch durch Spieler, die sich zuvor bei größeren Vereinen nicht dauerhaft etablieren konnten, ergänzt wurde.

Auch im Vorfeld der Bundesliga-Saison 2007/2008 erlaubte sich der Karlsruher SC finanziell keine großen Sprünge. Doch trotz des geringsten Etats aller Bundesligisten gelang es, mit Tamas Hajnal einen Ersatz für den nach Dortmund gewechselten Spielmacher Giovanni Federico zu finden, und die Mannschaft mit weiteren Spielern qualitativ zu verstärken. Dem KSC gelang mit dem zwischenzeitlichen zweiten Platz der erfolgreichste Saisonstart seiner Bundesligageschichte; er konnte die Hinrunde mit 28 Punkten auf dem 6. Rang abschließen. Zum Ende der Spielzeit rutschte der Club als zweitschlechteste Rückrundenmannschaft auf den 11. Tabellenplatz ab, blieb aber bester Aufsteiger.

In der Spielzeit 2008/2009 galt der Karlsruher SC von Beginn an als Abstiegskandidat. Bis zur Winterpause erreichte man lediglich 13 Punkte und stand auf dem 15. Tabellenplatz. In der Rückrunde vergaben die Badener beste Möglichkeiten, aus der Abstiegszone herauszukommen. Grund hierfür war die eklatante Abschlussschwäche der Karlsruher Offensive. Da sich aber auch die Konkurrenz im Rennen um den Klassenerhalt nicht absetzen konnte, war es für den KSC bis zum letzten Spieltag möglich, die Relegation zu erreichen. Trotz eines abschließenden Heimsiegs stieg die Mannschaft jedoch als Vorletzter und insgesamt zum sechsten Mal aus der Bundesliga ab.

Erfolge und Bilanzen

Als größten Erfolg kann der Karlsruher SC auf zwei Pokalsiege (1955 und 1956) zurückblicken; der Vorgängerverein FC Phönix gewann 1909 den deutschen Meistertitel.

Meisterschaften

Deutscher Meister: 1909 (als Karlsruher FC Phönix)
Deutscher Vize-Meister: 1956
Süddeutscher Meister: 1909, 1956, 1958, 1960 und 1975
Meister der Zweiten Fußball-Bundesliga: 1975, 1984 und 2007
Meister der Regionalliga Süd: 2001

Pokalwettbewerbe

Uefa-Pokal-Teilnahme 1993/94 (Halbfinale) 1996/97 und 1997/98 (jeweils Achtelfinale)
Ui-CUP-Gewinner 1996
DFB-Pokal Sieger 1955 und 1956
DFB-Pokal-Finalist 1960 und 1996
DFB-Hallen-Pokal-Sieger 1995

Oberligabilanz

Der FC Phönix war 1945 Gründungsmitglied der Oberliga Süd, stieg nach zwei Spielzeiten jedoch ab. Der andere Vorgängerverein des Karlsruher SC, der VfB Mühlburg, stieg 1947 in die seinerzeit höchste Spielklasse auf und konnte sich bis 1952 dort halten. Mit dem Zusammenschluss übernahm der KSC den Platz der Mühlburger und schloss fast alle Spielzeiten bis zur Gründung der Bundesliga in der oberen Tabellenhälfte ab (Ausnahmen: Platz 9 in der Saison 1958/59 und 1961/62).

Insgesamt belegen die drei Vereine in der „Ewigen Tabelle“ der Oberliga Süd folgende Plätze:
  • Karlsruher SC: Platz 11 (430 Spiele zwischen 1952 und 1963, 401:159 Punkte)
  • VfB Mühlburg: Platz 19 (162 Spiele zwischen 1947 und 1952, 166:158 Punkte)
  • FC Phönix: Platz 24 (68 Spiele zwischen 1945 und 1947, 42:94 Punkte)

Zusammengenommen waren die drei Vereine in der Geschichte der Oberliga Süd in allen Spielzeiten zwischen 1945 und 1963 vertreten und würden in der Summe Platz 5 belegen.
 

Bundesligabilanz

Der Karlsruher SC war 1963 Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga, nahm bisher an 24 Spielzeiten teil und belegt in der Ewigen Tabelle" er Bundesliga Rang 16 (Stand Juni 2009).
Als bestes Ergebnis erreichte der KSC Platz 6  (1993, 1994 und 1997), sechsmal, (1968, 1977, 1983, 1985, 1998 und 2009) stieg der Verein aus der Bundesliga ab, fünfmal (1975, 1980, 1984, 1987 und 2007) elang die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus.



 




 

 


 
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