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  DFB - Pokal der Pott
 




Der begehrte "Pott"

Berlin - Der Pokal des DFB ist nicht nur sportlich wertvoll. Kunstexperten schätzen den materiellen Wert der Trophäe auf rund 70.000 Mark. Der ehemalige DFB-Präsident Peco Bauwens hatte dem Kölner Künstler Wilhelm Nagel 1964 den Auftrag erteilt, einen neuen Pokal zu entwerfen. Die alte Trophäe entsprach nicht mehr dem Zeitgeist, da sie zu sehr an die Ära des Nationalsozialismus erinnerte.

 

Der neue "Pott" ist 12,5 Pfund schwer und besteht aus feuervergoldetem Sterlingsilber. Nagel verwendete 250 Gramm Feingold und dekorierte das Werk mit zwölf Turmalinen, zwölf Bergkristallen und 18 Nephriten. Kernstück ist das aus grünem Nephrit geformte DFB-Emblem. Bis 1991 waren etwa 700 Buchstaben und Ziffern mit den Jahreszahlen und Namen der Pokalsieger in den Sockel eingraviert worden. Danach mußte die Basis des Cups um fünf Zentimeter erhöht werden, um bis zum Jahr 2020 Platz für die künftigen Sieger zu schaffen. Ganz wichtig für die erste Siegerparty: Der Pokal soll ein Fassungsvermögen von acht Litern haben.

Modus

 

Seit der Saison 2000/2001 nehmen die Bundesliga-Vereine wieder geschlossen an der ersten Hauptrunde teil. Dies beschloss der Beirat des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf seiner Sitzung am 23. Oktober 1999.

 

1. und 2. Hauptrunde

 

Die Paarungen der ersten Runde werden aus zwei Behältern ausgelost, deren einer die Mannschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga und deren anderer die Amateur-Mannschaften enthält. Dabei gilt der Status im Spieljahr des auszulosenden Wettbewerbs. Eine Ausnahme gilt für die vier Aufsteiger zur 2. Bundesliga, die abweichend von ihrem Status dem Amateurbehälter zugeordnet werden. Die Amateur-Mannschaften haben Heimrecht.

 

Bei der Auslosung zur zweiten Hauptrunde wird wiederum aus zwei Töpfen gelost. Im ersten sind die Vereine des Lizenzfußballs enthalten, im zweiten die Amateur-Vertreter, denen auch das Heimrecht zufällt. Dabei gilt der Status im Spieljahr des auszulosenden Wettbewerbs. Ab dem Achtelfinale wird nur noch aus einem Behälter gelost. Die dann noch im Wettbewerb verbliebenen Amateur-Vertreter behalten bei Spielen gegen Bundesliga-Klubs weiterhin ihr Heimrecht.

 

Achtel-, Viertel- und Halbfinale

 

Die Vorschlussrunden werden aus einem Lostopf gezogen. Der zuerst gezogene Verein hat Heimrecht, es sei denn an einer Spielpaarung nimmt ein Amateurligist teil. Sollte dieser in einer Partie gegen eine Lizenzspielermannschaft an zweiter Stelle gezogen werden, wird das Heimrecht getauscht.

 

Das Endspiel

 

Die Sieger der beiden Halbfinals treffen im Berliner Olympiastadion im Finale aufeinander.

 

Siegerermittlung

 

Ist nach Ablauf der normalen Spielzeit kein Sieger ermittelt, wird die Partie um 2 x 15 Minuten verlängert. Ist nach der Verlängerung noch keine Entscheidung gefallen, wird der Sieger durch Elfmeterschießen ermittelt.

 

Teilnehmer aus den Amateurligen

 

Neben den 18 Bundesligisten und den 18 Zweitbundesligisten der abgelaufenen Saison qualifizierten sich für die kommende Saison folgende 28 Amateurmannschaften für den DFB-Pokal: die Verbandspokalsieger der 21 Landesverbände und die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der abgelaufenen Spielzeit in den Regionalligen Süd und Nord. Zudem darf jeweils ein weiterer Amateurklub aus den drei DFB-Landesverbänden, welche die meisten Herrenmannschaften im Spielbetrieb haben, am DFB-Pokal teilnehmen. In der Regel sind dies die Verlierer des Verbandspokal-Endspiels.

 

 
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